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Warum Entscheidungen in der Produktion häufig auf Schätzungen statt auf Fakten basierenErfahren Sie, wie eine integrierte BDE in Microsoft Dynamics 365 Business Central für mehr Transparenz in der Fertigung sorgt.
Lesedauer: 5 Minuten
Letzte Aktualisierung: 16.07.2026

Produzierende Unternehmen investieren viel Zeit und Ressourcen in die Planung ihrer Fertigung. Fertigungsaufträge werden erstellt, Material disponiert und Liefertermine abgestimmt. Trotzdem fehlt im Produktionsalltag häufig genau die Information, die für fundierte Entscheidungen entscheidend ist: aktuelle Betriebsdaten aus der laufenden Fertigung.

Viele Unternehmen nutzen Microsoft Dynamics 365 Business Central bereits erfolgreich als zentrales ERP-System. Einkauf, Verkauf, Lager und Produktion sind integriert und bilden die Grundlage für effiziente Geschäftsprozesse.

Doch eine entscheidende Frage bleibt häufig unbeantwortet:

Was passiert eigentlich in diesem Moment auf dem Shopfloor?

Ist ein Fertigungsauftrag bereits gestartet? Wie viele Gutteile wurden produziert? Ist Ausschuss entstanden? Läuft die Maschine noch oder steht sie bereits still?

Wenn diese Informationen nicht in Echtzeit verfügbar sind, basieren Entscheidungen häufig auf Schätzungen statt auf belastbaren Daten.

Transparenz endet häufig an der Hallentür

In vielen Unternehmen werden Produktionsdaten noch manuell erfasst.

Zeiten werden am Schichtende nachgetragen, Mengen auf Papier notiert oder Rückmeldungen erst Stunden später im ERP-System erfasst. Solange die Produktion reibungslos läuft, fällt dieser Zeitverzug oft kaum auf.

Kommt es jedoch zu Verzögerungen, Maschinenstillständen oder Qualitätsproblemen, fehlen aktuelle Informationen. Produktionsleiter müssen telefonieren, Mitarbeitende befragen oder direkt in die Fertigung gehen, um den tatsächlichen Auftragsstatus zu erfahren.

Dadurch gehen wertvolle Zeit und wichtige Handlungsmöglichkeiten verloren.

Warum aktuelle Produktionsdaten so wichtig sind

Eine moderne Betriebsdatenerfassung (BDE) erfasst Informationen genau dort, wo sie entstehen.

Produktionsmitarbeitende melden Arbeitsbeginn, Arbeitsende, produzierte Mengen oder Ausschuss direkt während des Fertigungsprozesses zurück. Die Daten stehen anschließend unmittelbar im ERP-System zur Verfügung.

Dadurch entsteht eine transparente Übersicht über den aktuellen Produktionsfortschritt.

Unternehmen erkennen frühzeitig,

  • welche Fertigungsaufträge planmäßig laufen,
  • wo Verzögerungen entstehen,
  • welche Maschinen stillstehen,
  • wie hoch der Ausschuss ist und
  • wie viel Zeit tatsächlich für einzelne Arbeitsschritte benötigt wurde.

Erst diese Transparenz ermöglicht schnelle und fundierte Entscheidungen.

Betriebsdatenerfassung bedeutet mehr als Zeiterfassung

Viele verbinden eine BDE-Lösung ausschließlich mit der Erfassung von Arbeitszeiten.

Tatsächlich geht ihr Nutzen deutlich weiter.

Aktuelle Produktionsdaten bilden die Grundlage für zahlreiche Unternehmensprozesse.

Sie verbessern die Produktionssteuerung, erhöhen die Termintreue und schaffen eine belastbare Datenbasis für Auswertungen, Nachkalkulationen und kontinuierliche Prozessverbesserungen.

Gleichzeitig reduziert sich der manuelle Aufwand erheblich, da Informationen nur einmal erfasst und direkt im ERP-System weiterverarbeitet werden.

Entscheidungen brauchen verlässliche Daten

Produktionsleiter treffen täglich Entscheidungen.

Soll ein Auftrag priorisiert werden? Reicht die verbleibende Schichtzeit aus? Muss zusätzliches Material bereitgestellt werden? Kann ein Liefertermin eingehalten werden?

Je aktueller die zugrunde liegenden Informationen sind, desto besser lassen sich diese Entscheidungen treffen.

Fehlen aktuelle Produktionsdaten, wird häufig auf Erfahrung oder Schätzungen zurückgegriffen. Das funktioniert in vielen Fällen erstaunlich gut – ersetzt jedoch keine transparente Datengrundlage.

Der größte Mehrwert liegt in der Transparenz

Eine integrierte Betriebsdatenerfassung sorgt nicht nur für aktuelle Zahlen.

Sie schafft Transparenz über den gesamten Fertigungsprozess.

Alle Beteiligten – von der Produktion über die Arbeitsvorbereitung bis zur Fertigungsleitung – greifen auf dieselben Informationen zu. Rückfragen werden reduziert, Abweichungen früher erkannt und Entscheidungen können deutlich schneller getroffen werden.

Conclusion

Eine Produktion lässt sich nur so gut steuern wie die Daten, auf denen Entscheidungen basieren.

Wer Produktionszeiten, Mengen oder Ausschuss erst Stunden später kennt, reagiert zwangsläufig verzögert.

Eine moderne Betriebsdatenerfassung schafft Transparenz in Echtzeit, reduziert manuelle Tätigkeiten und liefert die Grundlage für fundierte Entscheidungen – direkt innerhalb von Microsoft Dynamics 365 Business Central.

Nicht Vermutungen, sondern aktuelle Produktionsdaten sollten die Basis jeder Entscheidung in der Fertigung sein.

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Felix Zimmer
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